Wissenswertes über Glasfaser bis ins Haus

Mit der herkömmlichen Internetversorgung über Kupferleitungen oder das TV-Kabel sind etliche Szenarien nicht denkbar: Videokonferenzen mit Mitarbeitern aus dem Home-Office, digitaler Versand hochauflösender Fotos, Nutzung digitaler Lernangebote für Schüler oder die Nutzung multimedialen Angebote und Plattformen für Fernsehen, Filme und Videos. Diese Szenarien sind keine Zukunftsmusik, sondern für viele schon heute tägliche Realität.

Sicher ist: Der steigende Bedarf an Bandbreiten lässt sich über kurz oder lang nur über ein reines Glasfasernetz decken. Mit Glasfaser bis ins Haus sichern Sie sich eine hochmoderne Internetversorgung ohne Abstriche. Sie werden innerhalb kürzester Zeit vergessen, wie es war als Netflix, Live-Streaming, Online-Banking, Video-Gaming oder das Versenden von Urlaubsfotos an Ihre Freunde und Familie noch nicht zum Alltag gehörten. Mit unseren nova Produkten kriegen Sie genau das, was Sie bestellen und die Bandbreiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde kommen tatsächlich bei Ihnen an. Auf dieser Seite erfahren Sie alles, was Sie über den die Technologie und den Ausbau mit Glasfaser wissen müssen.

Willkommen in der GigaGalaxie mit unerschöpflichen digitalen Möglichkeiten!

 

Modul 1: Technologie-Vergleich
Modul 1
Technologie-Vergleich
Warum ist Glasfaser die beste Lösung für Ihre Internetversorgung?
Modul 2: Glasfaser-Hausanschluss
Modul 2
Glasfaser-Hausanschluss
Welche Baumaßnahmen und Installationen sind für Ihren Glasfaseranschluss notwendig?
Modul 3: Verkabelung im Haus
Modul 3
Weiterverkabelung im Haus
Wie erfolgt im Haus die Weiterverkabelung vom Glasfaseranschluss zum Router?
Modul 4: Netzebene 4
Modul 4
Netzebene 4
Welche Lösungen gibt es für Mehrfamilienhäuser?
Modul 5: Leitungswege
Modul 5
Leitungswege
Welche Vorbereitungen sollten Sie im Haus treffen?
Modul 6: Glasfasernetz
Modul 6
Glasfasernetz
Wie ist ein Glasfasernetz aufgebaut?
Modul 7: Politik
Modul 7
Politik
Was sagt die Bundesregierung zum Thema Netzausbau?
Modul 8: Vorvermarktung
Modul 8
Von der Quote zum Glasfaseranschluss
Was bedeutet Vorvermarktung?
Modul 9: Internationaler Vergleich
Modul 9
Internationaler Vergleich
Wie ist Deutschland in Sachen Breitbandausbau aufgestellt?
Privatwege
Modul 10
Privatwege
Wie verhält es sich bezüglich der Baumaßnahmen, wenn die Leitung an einem Privatweg verlegt werden muss?
Mieter
Modul 11
Mieter
Welche Möglichkeiten habe ich als Mieter?

Warum ist Glasfaser bis ins Haus die beste Lösung für Ihre Internetversorgung?

In den vergangenen Jahren haben einige Provider viel Zeit und Geld investiert, um herkömmliche Kupfer- und TV-Kabeltechnologien hochzurüsten. Jedoch sind diese Technologien nicht dafür gemacht, große Datenmengen zu übertragen. Die physikalische Beschaffenheit dieser Technologien setzt ihrer Leistungsfähigkeit Grenzen. Es ist an der Zeit, sich von den Übergangstechnologien zu verabschieden und auf die Technologie umzustellen, die keine physikalischen Grenzen kennt: Glasfaser ist leistungsstärker, stabiler, weniger störempfindlich und damit zukunftssicher.

FTTH FTTB Glasfaser VDSL

 

 
  • Rasend schnell: Mit den Glasfaserkabeln, die heute verlegt werden, können schon jetzt technisch 10 Gigabit pro Sekunde übertragen werden. Und das in beide Richtungen.
  • Garantiert: Die Glasfaser wird direkt bis in Ihr Haus gelegt. Das heißt: Die Entfernung Ihres Zuhauses vom Kabelverzweiger – wie es bei VDSL und DSL typisch ist – spielt keine Rolle. Sie erhalten genau die Bandbreiten, die Sie auch bestellt haben. Unsere Produkte finden Sie hier.
  • Stabil: Abbrüche in den Abendstunden, wenn alle Nachbarn gleichzeitig online sind, gehören mit Glasfaser bis ins Haus der Vergangenheit an. Sie teilen sich keine Bandbreiten mehr.
  • Verlässlich: Mit Glasfaserleitungen können Gewitter, Feuchtigkeit, extreme Temperaturen oder elektrische Einflüsse der Internet- und Telefonieversorgung nichts mehr anhaben.

Unser Versprechen an Sie: Viele Anwendungen, die heute noch undenkbar sind, gehören bald zu Ihrem Alltag!

  • Hochauflösende Videotelefonie
  • 4K-Videostreaming
  • Netflix, Sky, Amazon Prime
  • E-Learning-Angebote
  • Live-Streaming
  • Online-Gaming
  • Smart Home
  • Telemedizin
  • und vieles mehr!

Welche Baumaßnahmen und Installationen sind für Ihren Glasfaseranschluss notwendig?

Zu allererst: Bevor Baumaßnahmen bei Ihnen durchgeführt werden, findet eine Vor-Ort-Begehung statt, um gemeinsam mit Ihnen die beste Lösung für die Verlegung des Kabels auf dem Grundstück und die Installation der Geräte im Haus zu finden. Da die unterschiedlichen Schritte von verschiedenen Spezialisten ausgeführt werden, sind mehrere Termine bis zur Fertigstellung des Anschlusses vor Ort notwendig.

Tiefbaumaßnahmen auf dem Grundstück

Sehr häufig werden die Hausanschlüsse im sogenannten Erdverdrängungsverfahren hergestellt, sodass kein Aufgraben notwendig ist. Das bedeutet, dass unterirdisch eine Erdrakete bis ans Haus "geschossen" oder eine Spülbohrung durchgeführt wird, um ein Leerrohr bis an das Haus zu verlegen. Dafür sind lediglich zwei Kopflöcher notwendig: Eines an der Straße, um den Hausanschluss mit der Hauptleitung zu verbinden und eines direkt am Haus. Sollte diese geschlossene Bauweise nicht möglich sein, wird in seltenen Fällen in offener Bauweise gearbeitet. Bei allen Verfahren wird in einer Tiefe von ca. 60cm gearbeitet. In dieses Leerrohr wird dann in einem späteren Arbeitsschritt das Glasfaserkabel eingeblasen.

Keine Sorge! Der Vorgarten oder die gepflasterte Einfahrt werden in den meisten Fällen gar nicht beeinträchtigt. Falls doch, wird alles wieder in den Ursprungszustand versetzt.

Im Keller oder im Erdgeschoss wird ein kleines Loch durch die Hauswand gebohrt, damit das Glasfaserkabel in das Hausinnere gelangen kann. Das Loch wird ordnungsgemäß verdichtet.

Modul 2: Hausanschluss

 

Montagearbeiten im Haus

In der Nähe dieses Lochs wird der sogenannte Anschlusspunkt Linientechnik (APL) installiert. Sobald das Glasfaserkabel in das Leerrohr eingeblasen werden kann, wird es am Verteiler mit der Hauptleitung verbunden und im Haus an diesen APL übergeben. Dieser APL übernimmt das Kabel und spult es auf.

Zusätzlich zum APL ist ein Netzanschlussgerät (Optical Network Termination = ONT) für jede Wohneinheit notwendig. Dieses Gerät wandelt das optische Signal der Glasfaser in ein elektrisches Signal um, damit es weiterverarbeitet werden kann. Der ONT benötigt einen Stromanschluss (weitere Infos siehe Modul 3).

Das Glasfaserkabel, welches ins Haus gelegt wird, enthält ein Mehrfaches an Fasern. Für die Versorgung eines Endkunden wird jedoch nur eine Faser benötigt. Jeder Endkunde wird somit über einen eigenen ONT versorgt, indem eine Faser des Glasfaserkabels vom APL an den ONT weitergegeben wird. Mit einem einzigen Glasfaser-Hausanschluss können also mehrere Wohneinheiten angeschlossen werden.

Sie haben noch Fragen dazu? Kontaktieren Sie uns gern per E-Mail oder Telefon. Hier finden Sie alle Kontaktdaten. 

Wie erfolgt im Haus die Weiterverkabelung vom Glasfaseranschluss zum Router?

Wir installieren zwei Geräte: APL und ONT (weitere Infos in Modul 2). Die Art Ihrer Immobilie ist ausschlaggebend dafür, wo der ONT bestenfalls platziert werden sollte. Im Folgenden stellen wir Ihnen zwei Varianten vor.

Einfamilienhäuser oder Doppelhaushälften

In Einfamilienhäusern oder kleineren Mehrfamilienhäusern (2-3 Wohneinheiten) werden die einzelnen ONT zur separaten Versorgung der Wohnungen in der Regel im Keller bzw. Hausanschlussraum installiert. Von dort aus kann der ONT mit einem handelsüblichen Netzwerkkabel mit dem Router verbunden werden. Die Verkabelung vom ONT zum Router obliegt in jedem Fall dem Eigentümer. Die bestehenden Kupfer-Leitungen zur TAE-Dose können für die Weiterverkabelung im Haus nicht genutzt werden.

Folgende Grafik zeigt, wie die Endgeräte miteinander verbunden werden.

Sie haben verschiedene Alternativen, um das Internetsignal in Ihrem Haus zu verteilen. Hier zeigen wir Ihnen drei gängige Varianten: 

Beispiel 1: Der ONT ist im Keller montiert. Der Router steht im Arbeitszimmer unterm Dach.

Sie legen ein langes Netzwerkkabel vom ONT zum Arbeitszimmer und schließen den Router daran an. Bestenfalls verfügt Ihr Haus bereits über Leitungswege, die dafür genutzt werden können (weitere Infos in Modul 5). Der Router kann von hier das Signal per WLAN oder LAN im Haus weiterverteilen.

Beispiel 2: Der ONT ist im Keller montiert. Der Router befindet sich direkt daneben.
Der ONT wird über ein kurzes Netzwerkkabel mit dem Router verbunden. Um das Internetsignal im Haus zu verteilen, kann die sogenannte Powerline Technik genutzt werden. Powerline nutzt vorhandene Stromleitungen zum Aufbau eines lokalen Netzwerks zur Datenübertragung. Ein Powerline Adapter wird per Netzwerkkabel an den Router angeschlossen. Ein weiterer Powerline Adapter befindet sich beispielsweise im Arbeitszimmer und verteilt das Signal dort per WLAN oder LAN. Weitere Informationen finden Sie z.B. hier.
 
Beispiel 3: Der ONT ist im Hausanschlussraum montiert. Der Router befindet sich direkt daneben. 

Der ONT wird über ein kurzes Netzwerkkabel mit dem Router verbunden. Der Router kann von hier das Signal per WLAN oder LAN im Haus weiterverteilen. 

Die Verkabelung im Haus hängt immer von den Gegebenheiten bei Ihnen ab. Je nach gewünschtem Aufwand können verschiedene Varianten gewählt werden. Wir empfehlen hier, die ideale Verkabelung mit einem Elektriker vor Ort zu besprechen (weitere Infos in Modul 5).

Mehrfamilienhäuser – Netzebene 4

Wir empfehlen Eigentümern von größeren Mehrfamilienhäusern, im Haus eine Weiterverkabelung mit Glasfaser bis in jede Wohnung zu ermöglichen, damit keine Bandbreiten auf dem Weg in die Wohnung verloren gehen. Nur so ist die Immobilie wirklich fit für die Zukunft des Internets.

Auch hier obliegt die Verkabelung bis in jede Wohnung dem Eigentümer bzw. der Eigentümergemeinschaft. Dieses hausinterne Netz über Glasfaser wird Netzebene 4 genannt und verbleibt im Eigentum des Immobilieneigentümers. Das bedeutet:

  • Der Eigentümer baut die Netzebene 4 eigenständig aus oder lässt diese von einer Fachfirma ausbauen (weitere Infos in  Modul 4).
  • Der Provider erhält ein Nutzungsrecht für die Netzebene 4.

Welche Lösungen gibt es für Mehrfamilienhäuser?

Als Netzebene 3 bezeichnet man das Netz bis zum Haus, Netzebene 4 ist das Netz im Haus und Netzebene 5 ist das Netz in der Wohnung – also die tatsächliche Nutzungsebene des Endkunden nach Anschluss des Routers.

Der Ausbau der Netzebene 4 kann durch einen örtlichen Elektriker Ihres Vertrauens erfolgen, der das notwendige Werkzeug und Knowhow hat. Alternativ kann die Netzebene 4 auch von unseren Partnerfirmen errichtet werden. In diesem Fall entsteht ein direkter Vertrag zwischen der Fachfirma und dem Eigentümer. Gern stellen wir einen direkten Kontakt zu unseren Fachfirmen her. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn dies erwünscht ist!

Sichern Sie sich die Glasfaserverkabelung in Ihrem Mehrfamilienhaus!

Wir wissen, dass die Glasfaserverkabelung im Haus mit Aufwand verbunden ist – zeitlich und finanziell. Allerdings hält sich der Aufwand in Grenzen und Sie schaffen mit der Glasfaserversorgung im ganzen Haus eine nachhaltige Lösung, die auch die nächsten Jahrzehnte Bestand hat. 

Wir bieten Ihnen im Rahmen des geplanten Ausbaus die Unterstützung beim Ausbau der Netzebene 4:

Wenn eine gewisse Quote der Mieter einen Dienstevertrag (Internet und Telefonie) mit uns abschließt, bauen wir die Netzebene 4 für Sie im Mehrfamilienhaus aus.

1. Rechenbeispiel: MFH mit 6 WE
Quote: Min. 3 von 6 Mietern müssen einen Dienstevertrag abschließen. Dann übernehmen wir den Bau der Glasfaser bis in die Wohnungen.
2. Rechenbeispiel: MFH mit 9 WE
Quote: Min. 5 von 9 Mietern müssen einen Dienstevertrag abschließen. Dann übernehmen wir den Bau der Glasfaser bis in die Wohnungen

Die notwendigen Quoten sind in Abhängigkeit der Anzahl der Wohneinheiten vorkalkuliert. Die entsprechende Liste stellen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Gehen Sie also gern auf Ihre Mieter zu. Gern unterstützen wir Sie mit Infomaterial, um Ihre Mieter von den Vorzügen eines Glasfaseranschlusses zu überzeugen.

Damit wir die Netzebene 4 bauen können, müssen im Wesentlichen zwei weitere Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Erst durch die Erreichung einer Vorvermarktungsquote wird der Glasfaserausbau in der Region ermöglicht. Wenn die Vorvermarktungsquote nicht erreicht wird, bauen wir nicht aus.
  • Wir benötigen von Ihnen eine Grundstückeigentümer-Erklärung, mit der Sie uns gestatten, die baulichen Maßnahmen auf dem Grundstück durchzuführen.

Sie sind Eigentümer und an der Verkabelung der Netzebene 4 interessiert? Dann kontaktieren Sie uns bitte. Die Kontaktdaten finden Sie hier. Unsere Broschüre zur Netzebene 4 können Sie hier herunterladen.

Welche Vorbereitungen sollten Sie im Haus treffen?

Die Verkabelung im Haus – ob auf Basis von Glasfaser oder Netzwerkkabel – erfolgt mit Hilfe von Leitungswegen (Leerrohre, Kabelschächte). Diese können entweder neu errichtet oder bestehende verwendet werden. Diese Leitungswege müssen allerdings bestimmte Anforderungen erfüllen:

  • PVC-Rohr oder Stangenrohr, ø min. 17,4mm (innen)
  • Glatte Innenseiten ohne Riffelung
  • Kein weiteres Kabel im Leerrohr
  • Minimaler Biegeradius: 60mm
  • Keine Rohrbögen

Sollten es die Gegebenheiten vor Ort nicht zulassen, Leitungswege zu nutzen, dann kann die Verkabelung auch über Putz erfolgen.

Bitte treffen Sie die entsprechenden Vorbereitungen, damit wir am Tag der Bauarbeiten alles richtig umsetzen können. Sollten Sie dazu noch Fragen haben, kontaktieren Sie uns bitte. Die Kontaktdaten finden Sie hier

Wie ist ein Glasfasernetz aufgebaut?

Um jedem Haushalt eine zuverlässige Internetversorgung über Glasfaser zu ermöglichen, muss ein großflächiges Glasfasernetz entstehen. Dieses hochmoderne Netz funktioniert losgelöst von den herkömmlichen Kupfer- und Kabeltechnologien. Das heißt: Es wird nicht weiter versucht, mehr aus einer Technologie herauszuholen, als sie physikalisch leisten kann. Es entsteht eine ganz neue Infrastruktur – genauer ein Versorgungsnetz, das sich durch Orte und Städte spinnt und dabei jeden Haushalt über eine eigene Glasfaserleitung anschließt.

Dafür braucht es drei Ebenen:

  1. Backbone: Das Netz muss an eine überregionale „Datenautobahn“ angeschlossen werden, um die Daten an die zentralen Rechenzentren abzuführen. Diese Verbindung ist somit das Rückgrat (englisch: Backbone) des Netzes. Diese Backbone-Leitungen werden von verschiedenen Carriern betrieben und führen häufig entlang von Gas- und Stromtrassen oder Bahnstrecken.
  2. Verbindungstrassen: Entlang der Straßen müssen Längstrassen errichtet werdet, um die Häuser, Verteiler und Standorte mit aktiver Technik miteinander zu verbinden.
  3. Jeder Haushalt erhält einen eigenen Hausanschluss, der das Kabel bis in den Keller oder Hausanschlussraum führt.

Wo wir aktuell ein echtes Glasfasernetz ausbauen, finden Sie unter Ausbaugebiete

Was sagt die Bundesregierung zum Thema Netzausbau?

Die Bundesregierung hat Förderprogramme ins Leben gerufen, um den Breitbandausbau in Deutschland voranzubringen und ein Giganetz zu erschaffen. Von diesen Förderprogrammen werden aktuell aber nur die Adressen abgedeckt, die im Schnitt weniger als 30 MBit/s zur Verfügung haben. Ob diese 30 Mbit/s auch wirklich beim Endkunden ankommen, spielt dabei erstmal keine Rolle. 

Dadurch sind etliche Regionen in Deutschland von diesen Förderprogrammen nicht betroffen, die jedoch auch sehr schlecht versorgt sind. Gemeinsam mit unseren Partnern tragen wir aktiv zur Breitband-Zielsetzung der Bundesregierung bei, indem wir sogenannte weiße Flecken, die gegenwärtig noch extrem unterversorgt sind, mit Glasfaseranschlüssen direkt bis in die Häuser versorgen. Und zwar mit eigenen Finanzmitteln und nicht mit Fördergeldern! Glasfaseranschlüsse bis ins Haus sind die einzige zukunftsfähige Technologie auf dem Weg zu einer flächendeckenden Breitband-Versorgung mit Gigabit-Bandbreiten.

Was bedeutet Vorvermarktung?

Die Erschließung unserer Ausbaugebiete erfolgt nach dem Prinzip der Vorvermarktung: Wenn in den jeweiligen Orten bzw. Ortsteilen ausreichend Vorverträge unterzeichnet werden, werden Glasfaseranschlüsse bis in die Häuser verlegt, ohne dass für die Anwohner Kosten für den Ausbau entstehen. Für alle, die sich erst während der Bauphase für einen Glasfaseranschluss bis in ihr Haus entscheiden, wird ein Baukostenzuschuss erhoben. Wie viele Vorverträge abgeschlossen werden müssen, wird im Vorfeld über eine so genannte Vorvermarktungsquote festgelegt.

Dafür ist es wichtig zu verstehen, dass wir für den Ausbau eigene Finanzmittel in die Hand nehmen. Wir erhalten keine Fördermittel von der Bundesregierung. Unser Ziel ist es, dass gerade die Adressen, die von der Bundesregierung keine Beachtung finden, nicht auf der Strecke bleiben. Daher haben wir uns mit lokalen Partnern und Investoren zusammengetan, um Ihren Ort mit Glasfaser bis ins Haus zu versorgen. Anwohner in diesen Gebieten tragen keinerlei Kosten für den Ausbau der komplett neuen Versorgungsinfrastruktur, erhalten aber einen Anschluss, der normalerweise zwischen 3000 und 4000€ kostet.

Alles was Sie tun müssen: Sie wechseln von Ihrem aktuellen Anbieter zu uns und zahlen wie gehabt einen monatlichen Beitrag für Internet und Telefonie. Und das Beste daran: Bei uns kommt die bestellte Bandbreite auch wirklich an!

Damit sich unser Vorhaben auch wirtschaftlich umsetzen lässt, benötigen wir eine gewisse Quote an Kunden auf dem Glasfasernetz. Jeder Vertrag über eines unserer Internet- und Telefonprodukte zählt auf die Quote ein. Damit signalisieren Sie uns, dass Sie Interesse an dem Ausbau haben und sich unsere Investitionen auch lohnen. Für die Erreichung der Quote legen wir in der Regel einen Zeitraum von 8 Wochen fest. Sprechen Sie in diesem Zeitraum am besten mit so vielen Nachbarn wie möglich über das Thema. 

Die Quotenerreichung können wir nur gemeinsam schaffen! Jeder einzelne Haushalt kann seinen Beitrag leisten, um diesen kostenlosen Glasfaserausbau zu ermöglichen – für sich und für die Dorfgemeinschaft.

Unsere aktuellen Vorvermarktungsgebiete finden Sie unter Ausbaugebiete.

 

Wie steht die Bundesregierung zum Thema Glasfaserausbau?

Anfang 2020 hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur einen Kurzbericht zum Breitbandatlas (Stand Mitte 2019) veröffentlicht. Den Bericht können Sie hier einsehen: Kurzbericht des BMVI

Folgende Studienergebnisse aus dem Jahr 2018 zeigen eindrucksvoll, wie rückständig Deutschland in Sachen Breitbandausbau ist:

Wir tragen mit unserer täglichen Arbeit aktiv dazu bei, dass sich diese Situation bald ändert. 

 

Wie verhält es sich bezüglich der Baumaßnahmen, wenn die Leitung an einem Privatweg verlegt werden muss?

Vielerorts sind Straßen in kleinen Wohngebieten im Eigentum der Anwohner. Diese Privatstraßen sind Gemeinschaftseigentum und somit unterliegt die Unterhaltung den Anwohnern. Manche Eigentümer sind nun skeptisch, was es bedeutet, wenn Glasfaser in die Straße gelegt wird und ob damit Folgekosten aufgrund von Beschadigungen auf sie zukommen könnten.

Zunächst einmal: Das Buaunternehmen ist verpflichtet im Rahmen der gesetzlichen Grundlagen für 5 Jahre wegen eventueller Schäden zu Haften.

Im Telekommunikationsgesetz (TKG) §68 wird das Verhältnis zwischen öffentlichen Baulastträgern und Providern geregelt. Kurz gesagt: Keine Kommune kann den Ausbau verweigern.

Im TKG §76 wird das Verhältnis zwischen privaten Eigentümern und Providern geregelt. Kurz gesagt: Das TKG gibt vor, dass unter der Voraussetzung einer Zumutbarkeit der Wunsch des Providers nicht verwehrt werden darf. Allerdings ist das Prozedere, um als unmutbar eingestuft zu werden, recht verfahrensintensiv und zeitaufwändig.

Welche Möglichkeiten habe ich als Mieter?

Auch als Mieter können Sie sich einen Glasfaseranschluss sichern. Dafür ist lediglich die Zustimmung Ihres Vermieters notwendig. Hier gibt es noch weitere Informationen: https://www.glasfaser-leo.de/glasfaser-mfh-recht/